Wald IV

Lea Ammertal

Im Wald begegnet dir die Welt

anders oder bist du es etwa

die anders schaut sieht be

trachtet zum Beispiele diese

Schnecke die über den Weg

Kriecht unter ihrer Glanzspur

Nadeln Moos Erde Steine

und das Licht des

späten Nachmittags

Wie es seitlich auf die Schuppen der

großen Forche fällt ist das etwa

deine Hand an ihrem Stamm

an der trockenen warmen Borke

Hast du die Lichtung Wagners

des in vergessner Dämmerung

ausharrenden Dichters Christian

aus Warmbronn im Sinn etwa

Mit ihrem Brombeergeranke

seine Worte wie seltne Blumen

gepflückt Falter gesprochen

ziehst deine Kreise leise…

Ein Gedanke zu “Wald IV

  1. Ein sehr schönes und ansprechendes Gedicht. Das gelbliche Nachmittagslicht im Wald kann man sich richtig vorstellen. Und die wohltuende Ruhe und Andacht. Die ich selber auch schätze.

    Und durch den Text bin ich erstmals auf den interessanten schwäbischen Landwirt und Dichter Christian Wagner gestoßen.

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